Österreichisches Religionspädagogisches Forum (ÖRF)

Austrian Journal of Religious Education

 

Das Österr. Religionspädagogische Forum (ÖRF) ist eine religionspädagogische Fachzeitschrift, deren Ziel es ist, die wissenschaftliche Theoriebildung im Bereich der Religionspädagogik und der religiösen Bildung zu fördern. Die Zeitschrift dient der religionspädagogischen Theoriebildung und thematisiert bewusst den österreichischen Kontext, möchte aber gezielt auch für andere Länder, Regionen und Kontexte interessant sein. Sie ist ökumenisch und interreligiös ausgerichtet und somit ein Publikationsorgan für Religionspädagog*innen aller Religionen und Konfessionen, die an Pädagogischen Hochschulen oder Universitäten im Bereich von Forschung und/oder Lehre tätig sind. Die Zeitschrift erscheint zweimal im Jahr (Mai und November) als Open-Access-Zeitschrift, deren Hauptbeiträge einem Peer-Review-Verfahren unterzogen werden. Die Beiträge der Zeitschrift sind u.a. im 'Web of Science (Emerging Sources Citation Index)' und im 'Directory of Open Access Journals (DOAJ)' gelistet. Jedes Heft hat ein durch das Editorial Board festgelegtes Schwerpunktthema. Zu diesem Thema gibt es jeweils zeitgerecht davor einen offenen Call for Papers, aber es werden auch konkrete Autor*innen explizit um Beiträge angesprochen. Daneben werden Beiträge zu religionspädagogischen Themen aller Art veröffentlicht, zu allen Lernorten von Religion und zur Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik. Beiträge können auch die Praxis religiöser Bildung in den Blick nehmen, doch sie sollen dabei erkennbar theoriegeleitet sein. Die Hefte umfassen auch Buchbesprechungen sowie die Vorstellung von religionspädagogischen Masterarbeiten und Dissertationen, die in Österreich entstanden sind. Im 'Österreichischen Religionspädagogischen Forum' werden ausschließlich Originalbeiträge veröffentlicht, die bisher noch nicht andernorts publiziert wurden.

Bd. 30 Nr. 1 (2022): Ethikunterricht und Religionsunterricht

Mit dem Schuljahr 2021/22 wurde in Österreich der Ethikunterricht eingeführt, als Pflichtfach für alle, die nicht den Religionsunterricht besuchen. Dieser Schritt steht am Ende jahrzehntelanger Diskussionen über ein Fach, dessen Status Anton A. Bucher vor wenigen Jahren als „politisch verschleppt – pädagogisch überfällig!“ bezeichnete. Während des Zeitraums dieser Debatten hatten bereits über zweihundert Schulen in Österreich damit begonnen, aus eigener Initiative Ethikunterricht erfolgreich als Schulversuch anzubieten. Erstmals in der Geschichte des österreichischen Bildungswesens wurde nun ein Schulversuch flächendeckend ins reguläre Schulwesen übernommen: Dies betrifft zunächst die Sekundarstufe 2; eine Ausweitung auf die Sekundarstufe 1 und die Primarstufe ist aber mittel- bis langfristig ebenso vorgesehen

Diese Ausgabe des ÖRF befasst sich mit dem Verhältnis von Ethik- und Religionsunterricht und dessen Bedeutung für Religionsunterricht, Religionsdidaktik sowie den Auswirkungen auf die Ausbildung von Religionspädagog*innen wie auch Ethikdidaktiker*innen . Dies umfasst sowohl die Analyse öffentlicher Debatten, empirische Studien und Evaluierungen wie auch didaktische Konzeptionen und Reflexionen.

Veröffentlicht: 2022-05-16

Ethikunterricht und Religionsunterricht

Editorial

Christian Feichtinger, Petra Steinmaier-Pösel

6-12

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