Österreichisches Religionspädagogisches Forum (ÖRF)

Austrian Journal of Religious Education

 

Das Österr. Religionspädagogische Forum (ÖRF) ist eine religionspädagogische Fachzeitschrift, deren Ziel es ist, die wissenschaftliche Theoriebildung im Bereich der Religionspädagogik und der religiösen Bildung zu fördern. Die Zeitschrift dient der religionspädagogischen Theoriebildung und thematisiert bewusst den österreichischen Kontext, möchte aber gezielt auch für andere Länder, Regionen und Kontexte interessant sein. Sie ist ökumenisch und interreligiös ausgerichtet und somit ein Publikationsorgan für ReligionspädagogInnen aller Religionen und Konfessionen, die an Pädagogischen Hochschulen oder Universitäten im Bereich von Forschung und/oder Lehre tätig sind. Die Zeitschrift erscheint zweimal im Jahr (Mai und November) als Open-Access-Zeitschrift, deren Hauptbeiträge einem Peer-Review-Verfahren unterzogen werden. Die Beiträge der Zeitschrift sind u.a. im „Web of Science (Emerging Sources Citation Index)“ und im Directory of Open Access Journals (DOAJ) gelistet. Jedes Heft hat ein durch das Editorial Board festgelegtes Schwerpunktthema. Zu diesem Thema gibt es jeweils zeitgerecht davor einen offenen Call for Papers, aber es werden auch konkrete AutorInnen explizit um Beiträge angesprochen. Daneben werden Beiträge zu religionspädagogischen Themen aller Art veröffentlicht, zu allen Lernorten von Religion und zur Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik. Beiträge können auch die Praxis religiöser Bildung in den Blick nehmen, doch sie sollen dabei erkennbar theoriegeleitet sein. Die Hefte umfassen auch Buchbesprechungen sowie die Vorstellung von religionspädagogischen Masterarbeiten und Dissertationen, die in Österreich entstanden sind. Im „Österreichischen Religionspädagogischen Forum“ werden ausschließlich Originalbeiträge veröffentlicht, die bisher noch nicht andernorts publiziert wurden.

Bd. 28 Nr. 1 (2020): Religionspädagogik im digitalen Zeitalter

Als im Frühjahr 2019 der Call for Papers für diesen Themenschwerpunkt veröffentlicht wurde, war nicht ansatzweise zu erahnen, wie sehr die Frage der Digitalisierung schulischer Bildung ein Jahr später an Relevanz und Präsenz gewinnen würde. Die Gesellschaften in Europa und weltweit, Ökonomie, Kultur, Familien, Schulen und Bildungssysteme stehen derzeit aufgrund des Corona-Virus‘ in Atemlosigkeit und Unsicherheit. 2020 ist das digitale Zeitalter in der Bildung längst angebrochen, doch im Bereich der Schulen und Hochschulen, in der Ausbildung von Lehrkräften und des Kompetenzaufbaus von SchülerInnen und Studierenden zeigt sich einiger Entwicklungsbedarf. Schlagworte wie Digitalpakt, Open Educational Ressources (OER), Learning Analytics, Inverted Classroom, Virtual Reality spiegeln die unterschiedlichen Ebenen, auf denen der digitale Wandel in Schule und Unterricht, in Prozesse des Lehrens und des Lernens eingreift. Die Religionspädagogik ist als Fachwissenschaft von diesem Wandel unmittelbar herausgefordert. Fachspezifisch eingebettet wird dies in umfassende Diskurse um digital religion, in den größeren Zusammenhang von Religion und Medien, in Fragen der Symbolsprache, religiöser Visualität und Kommunikation, in Lerntheorien und Unterrichtskonzeptionen. Damit einher gehen grundlegende Veränderungen im Selbst- und Menschenbild, sowie in sozialen Praktiken. Auf Social Media-Plattformen begegnen religiöses Influencing ebenso wie religiöse Selbst-Thematisierungen und -Inszenierungen. Worin kann der konkrete Beitrag einer religiösen Bildung liegen, die Menschen heute stark machen will für und in einer Welt, die in zehn, zwanzig, fünfzig Jahren wieder grundlegend anders aussehen wird?

In dieser Ausgabe des ÖRF begegnen hermeneutische und empirische Zugänge ins Feld, Medienkritik, Umgang mit Virtualität und Bildern, Praktiken der Selbstinszenierung in Unterrichtsprojekten und auf Influencing-Plattformen. Neben religionspädagogischer Praxis wird insbesondere die Ausbildung, aber auch die Fort- und Weiterbildung von ReligionslehrerInnen im Bereich digitaler Medien, Praktiken, Kritik und Pluralität thematisiert.

Veröffentlicht: 2020-05-25

Virtuelle Welten als Herausforderung für die Religionspädagogik

Guido Meyer, Prof. Dr., Carsten Misera, Dipl.-Gyml.

13 - 38

Religious Education with digital games?

Sonja Gabriel, HS-Prof. Mag. Dr. MA MA, Oskar Dangl, HS-Prof. DDr.

59 - 77

Identitätsbildung in digitalen Welten

Ein Forschungsbericht

Hans Mendl, Prof. Dr., Rudolf Sitzberger, Dr., Alexandra Lamberty

143 - 160

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